Vergleich: Seidenklebebänder für Bandagen

Leukosilk / Rudasilk / MaiMed Silk

Auf Grund einer Verletzung war ich gezwungen, sehr oft meinen Verband zu wecheln. Dadurch gingen auch Unmengen von Klebeband drauf. Die Marke Leukosilk war dann das, was ich zuerst durch einen Kauf in der Apotheke verwendete. Ein wirklich sehr gutes Klebeband. Lässt sich leicht verarbeiten, hat sehr gute Klebeeigenschaften und lässt sich beim Wechsel auch wieder sehr gut, rückstandsfrei und ohne bleibende Verletzungen abziehen. Einziger Nachteil: Es kostet auch entsprechend.

Da heutzutage ja aber auch Geiz immer Geil ist.. Bzw. man möchte ja gerne „preiswert“ kaufen und nicht für vergleichbare Leistungen zu viel Geld bezahlen, habe ich mich dann einmal nach der 3. Rolle auf die Suche nach Alternativen gemacht.
Auf Amazon wurde ich dann fündig was Alternativprodukte angeht. Die, die preisgünstig waren und nicht zu schlechte Bewertungen hatten waren: Rudasilk sowie ein Produkt der Fa. MaiMed.
Beide hatten unschlagbare Preise im Verhältnis zum Markenprodukt. Also gleich mal beide Sorten bestellt.

Nachdem beide Sorten dann kamen, wollte ich dann die Alternativprodukte eine Woche lang abwechselnd testen – aber es kam anders.
Als erstes war das MaiMed Produkt dran.
Was mir sofort auffiel war, dass es zwar an meinen Fingern und an sich selber zwar gut geklebt hat, allerdings nur kurz, beim 2. Kontakt war es schon weniger klebefreudig.
Also mal den Verband vorbereitet und verbunden.
Als ich mich dann nicht bewegt hatte, blieb das Klebeband und der Verband auch an seinem Platz. Dann habe ich mich allerdings ein wenig bewegt und somit auch den Verband. Das Klebeband löste sich sofort und der Verband löste sich gleich mit. Das ist natürlich sehr schlecht.
Ich habe mir dann einmal zum Testen einfach von jedem Klebeband einen Streifen auf die Haut geklebt um zu sehen, wie die Klebeeigenschaften so sind.
Das Leukosilk blieb beim leichten ziehen dran. Das Rudasilk war schon ein wenig schwächer. Aber beim MaiMed Produkt genügte schon ein ganz leichter Zug, damit es sich komplett löst.
Das Produkt kam also gar nicht in Frage an einer Stelle, wo der Verband auf Grund der Bewegung ein wenig am Klebeband zieht – Somit schied dieses Produkt sofort aus. Kann sein, dass man es benutzen kann an einer Stelle wo man den Verband komplett umwickelt oder wo keinerlei Bewegung herrscht – Aber zum anheften von Kompressen etc. ist es leider nicht zu nutzen. Einziges Pro: Es geht natürlich auch entsprechend schmerzlos und leicht wieder runter.

Als nächstes war also das Produkt Rudasillk dran. Was mir sofort auffiel: Es klebte nicht nur an der Unterseite sondern auch an der oberen Seite. Ob das an den Temperaturen lag, dass der Kleber sich auch auf die Oberseite gearbeitet hatte oder es an einer fehlerhaften Lagerung lag, wage ich nicht zu beurteilen. Als ich den ersten Verband damit angefertigt hatte war ich eigentlich angenehm überrascht. Es klebte gut, wenn auch nicht so gut wie Leukosilk, aber es klebte und löste sich nicht bei Bewegung. Das „böse“ Erwachen kam jedoch am Morgen. Das Klebeband hatte ich dann über Nacht am Verband und somit auch der Haut belassen. Am anderen Morgen wollte ich dann den Verband wechseln. Das Klebeband lies sich aber leider fast nicht mehr lösen. Beim lösen hatte ich dann wahnsinnige Schmerzen und es hat eine gute Weile gedauert bis es runter war. Dann hat sich gezeigt: einerseits waren Kleberrückstände dort vorhanden wo das Band war und andererseits hat sich unter dem Kleber ein Bluterguss gebildet, so stark hat das Band dann geklebt. Ob das an der Wärme, der Einwirkzeit des Klebers oder Schweiss lag, kann ich nicht beurteilen. Aber solch eine Klebewirkung hat mich dann doch mehr als überrascht – Sollte auch eigentlich nicht so sein. Gerade bei einem Seidenklebeband will man doch Hautfreundlichkeit haben.

Mein Fazit nach der Zeit ist auf jeden Fall: Wer günstig kauft, kauft 2x. Sicherlich mögen beide Klebebänder neben dem Leukosilk ihre Berechtigung haben, allerdings sollte man, wenn man nur wenig benötigt ruhig einen Euro mehr ausgeben und das Markenprodukt nutzen, nur so hat man den wenigsten Stress und die breiteste Anwendungspalette.

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